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Museum der Moderne : Erste Mittel für geplanten Museumsbau

Neues zum Museum der Moderne: Im Haushaltsausschuss sind die ersten Mittel für das geplante Museum der Moderne freigeben worden. Das Baugrundstück soll auch schon feststehen.

Blick auf die Neue Nationalgalerie Foto: Lukas Schulze/dpa
Genug Platz am Kulturforum? Auf dem Grundstück neben der Neuen Nationalgalerie soll nun doch das Museum der Moderne entstehen.Foto: Lukas Schulze/dpa

Grünes Licht für das in Berlin geplante Museum der Moderne: Der Haushaltsausschuss des Bundestags gab am Donnerstag in seiner Sondersitzung zu Griechenland 2,4 Millionen Euro als erste Tranche für den insgesamt 200 Millionen teuren Bau frei. Damit kann der Wettbewerb zu dem ambitionierten Projekt ausgeschrieben werden.

Das Museum soll die Berliner Kunst des 20. Jahrhunderts und drei wertvolle Sammlungen von privaten Mäzenen zusammenführen. Entgegen früherer Planung ist in dem Beschluss nur noch ein Standort vorgesehen - ein prominentes Grundstück zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Philharmonie in der Nähe des Potsdamer Platzes.

Auf Drängen der Kulturexperten im Ausschuss hatte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) im Juni zugesagt, auch ein kleineres, zweites Areal hinter der Nationalgalerie in den Wettbewerb aufzunehmen. Das Finanzministerium bestand nach dpa-Informationen aus Kostengründen jedoch darauf, den Standort von vornherein festzulegen. Die Grünen lehnten die Freigabe der Mittel deshalb ab, die Linken enthielten sich. Die Regierungsparteien Union und SPD stimmten zu.

Die Grünen-Haushaltspolitikerin Anja DHajduk nannte es einen „fachlichen und städtebaulichen Fehler“, bei einem so wichtigen Kulturprojekt diese Offenheit nicht zuzulassen. Zudem sei die Kehrtwende von Grütters „schlechter Stil“. Der Hamburger Architekten Volkwin Marg kritisierte, mit dem Verzicht verschenke die Bundesregierung die letzte Chance zur Neugestaltung des Gesamtgeländes. (dpa)

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