Museum Morsbroich in Leverkusen : Gerhard Richter fordert Erhalt von Museum Morsbroich

Der Kölner Maler Gerhard Richter protestiert gegen die drohende Schließung des Leverkusener Museums Morsbroich.

Das Museum Morsbroich in Leverkusen.
Das Museum Morsbroich in Leverkusen.Foto: Federico Gambarini/dpa

Einer der bedeutendsten deutschen Künstler unterstützt das von der Schließung bedrohte Museum Morsbroich in Leverkusen: Maler Gerhard Richter protestiert gegen die Schließungsvorschläge für das angesehene Haus für Gegenwartskunst. „Eine öffentliche Sammlung ist keine Geldanlage, die je nach Kassenlage geplündert werden kann“, schreibt Richter in einem Offenen Brief an Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD). Wirtschaftsprüfer hatten in einem Gutachten empfohlen, das 1951 eröffnete Museum Morsbroich zu schließen, damit die verschuldete Stadt Leverkusen ihre Sparvorgaben erfüllen könne. Mit einer Schließung und dem Verkauf der Sammlung könnten demzufolge fast 780 000 Euro pro Jahr gespart werden. Morsbroich sei eine hoch angesehene Institution, dessen „vorbildliche Arbeit“ weit über die Grenzen des Landes hinaus wahrgenommen werde, schrieb Richter. Der in Köln lebende Künstler, dessen Bilder international für Millionen gehandelt werden, hatte 2009 eine erfolgreiche Ausstellung in Morsbroich und ist dem Haus seit vielen Jahren künstlerisch verbunden. In der Sammlung befinden sich wichtige Werke Richters. (dpa)


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