Kultur : Museumsinsel zum Bund? Nicht ohne Kompensation

Rund 31 Millionen Euro jährlich hofft Berlins Kultursenator Thomas Flierl (PDS) zu sparen, indem das Land sich an den Investitionen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht mehr beteiligt. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte nach Abschluss der Haushaltsberatungen, diese Mittel würden "für 2003 auf Null gesetzt". Berlin wolle damit deutlich machen, dass künftig der Bund die großen Museen übernehmen solle. Von Seiten der Bundesregierung gäbe es "Signale, dass das Notwendige getan wird". Die Einstellung der Zahlungen für die Wiederherstellung der Museumsinsel erlaube es, auf andere Streichungen im Kulturbereich zu verzichten.

Bundeskulturminister Julian Nida-Rümelin (SPD) hatte in der Vergangenheit wiederholt seine Bereitschaft erklärt, die Stiftungs-Baukosten zu übernehmen - allerdings nicht ohne Kompensation. "Auch der Bund ist in einer finanziell knappen Lage. Es ist nicht zu erwarten, dass er das Geld Berlin einfach schenkt", erklärte ein Sprecher Nida-Rümelins. Man warte auf ein konkretes Verhandlungsangebot. Auch in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz setzt man auf "wohlwollende Aussagen" der Vergangenheit und hofft auf rasche Gespräche.

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