Kultur : Musik aus Berlin: Wolf Biermann

chs

Über das Titelverzeichnis im Booklet hat er mit schwarzer Tinte gekritzelt: "Life ist eben alive! Also: 3 Titel mehr". So gibt Wolf Biermann auf seiner Doppel-CD "Ermutigung im Steinbruch der Zeit" (Liederproduktion Altona / Deutschlandfunk) den Fans, was ihnen zusteht: Bonustracks. Die CD ist ein Mitschnitt von Biermanns Konzert im Berliner Ensemble vom November 2001, 25 Jahre nach seiner DDR-Ausbürgerung und dem bejubelten Auftritt in der Kölner Sporthalle. "Ballade vom Hugenottenfriedhof", "Und als wir ans Ufer kamen", "Ballade von den verdorbenen Greisen", "¡A Paris", "Wie eingepfercht in Kerkermauern": Hit folgt auf Hit, in chronologischer Folge und altvertrauter Schramelgitarren-Schlichtheit. Biermanns Stimme ist rau, laut, fauchend. In den Tagesspiegel-Kritik hieß es über das BE-Konzert: "Da klatschen sie alle, berauschen sich an der Nostalgie. Hinter mir - es stimmt wirklich! - seufzt eine Frau: Ach ja."

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