Kultur : MUSIKDOKU

Glastonbury

Stephanie Grimm

1970 organisierte ein junger Bauer namens Michael Eavis in Somerset ein Festival. 1500 Leute inszenieren ihren Hippie- Traum, die Tickets kosten ein Pfund. Mittlerweile kommt das Hundertfache an Menschen, auch die Tickets sind mehr als hundert Mal so teuer geworden. Eine Parallelwelt ist das Glastonbury der Gegenwart aber geblieben. Julien Temple („Joe Strummer – The Future is Unwritten“) hat den Geist des Festivals auf unterhaltsame Weise einfangen. Der Musikdokumentarist erzählt assoziativ und ein wenig langatmig – was die Dramaturgie eines langen Wochenendes zwischen Zelt, Bühne, Dixie-Klo, Dancefloor und Getränkestand perfekt spiegelt – vom Wandel des Zeitgeistes und der Popkultur. Illustriert wird dies von sehenswerten Mitschnitten. So sind die Scissor Sisters, Billy Bragg, Prodigy oder David Bowie zu sehen. Stimmiger Festivalfilm. Stephanie Grimm

„Glastonbury“, GB 2005,

135 Min, R: Julien Temple

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