Musiker Herzberg aus Pankow : Rückendeckung für Sarrazin

Der jüdische Musiker André Herzberg unterstützt umstrittene Äußerungen von Thilo Sarrazin. Kritisch sieht er die Bemerkung des Bundesbank-Vorstands, dass alle Juden ein bestimmtes Gen hätten.

Zurzeit Sarrazins einziger Freund: Pankow-Frontmann André Herzberg
Zurzeit Sarrazins einziger Freund: Pankow-Frontmann André HerzbergFoto: ddp

In der Integrationsdebatte hat Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin (SPD) Rückendeckung von DDR-Rocker André Herzberg erhalten. Der jüdische Musiker, Frontmann der Band Pankow, sagte der „Leipziger Volkszeitung“ (Montagausgabe): „Wenn die Deutschen sich ein Tabu auferlegen, kommen sie in Teufels Küche. Die von Sarrazin angesprochenen Probleme gibt es. Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz mit eindeutigen Vorschriften, wer rein darf und wie sich die Leute zu benehmen haben.“

Vielleicht trage die Diskussion dazu bei, die Situation in Israel besser zu verstehen. „Die Probleme, die wir in Berlin zwischen Prenzlauer Berg und Neukölln haben, betreffen dort das ganze Land.“ Kritisch äußerte sich der Künstler zur Bemerkung Sarrazins, alle Juden hätten ein bestimmtes Gen. „Ich bin zwar kein Biologe, aber ich vermute, so einfach wie Herr Sarrazin sich das vorstellt, wird die Sache nicht sein. Die Frage nach unseren Genen erinnert mich an die Diskussion im Judentum, ob ein Kilo Fleisch, auf das ein Tropfen Milch fällt, noch koscher ist“, sagte der Musiker. (ddp)

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