Kultur : Musikpreis der Siemens-Stiftung für Ferneyhough

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Der mit 200 000 Euro dotierte Ernst- von-Siemens-Musikpreis 2007 geht an Brian Ferneyhough. Der britische Komponist gilt als Leitfigur der „New Complexity“. In seinen Werken sucht er bewusst die Grenzen des Machbaren, sowohl was den notationstechnischen Schwierigkeitsgrad für die Interpreten betrifft als auch in Bezug auf die Materialbehandlung. Prototypisch steht dafür Ferneyhoughs Hauptwerk „Carceri d’Invenzione“ (Kerker der Erfindung, 1986) nach Giovanni Piranesis fantastischen Zeichnungen. Seine einzige Oper „Shadowtime“ über den Tod Walter Benjamins wurde 2004 bei der Münchner Biennale uraufgeführt. Ferneyhough ist Professor an der Stanford University. Neben dem Hauptpreis vergibt die Stiftung 69 Förderpreise in einer Gesamthöhe von 1,8 Millionen Euro, unter anderem an die Komponisten Vykintas Baltakas und Markus Hechtle. Gelder erhalten auch das Berliner Novoflot-Ensemble, die Opernwerkstatt der Kammeroper Schloss Rheinsberg sowie ein Berliner Symposium zum 80. Geburtstag des Musikwissenschaftlers Carl Dahlhaus. Tsp

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