Kultur : Musikrechte: Gema einigt sich mit Kleinverbänden

Die Gema hat sich mit drei Verbänden aus dem Veranstaltungsbereich im Streit um neue Tarife geeinigt. Das teilte die Verwertungsgesellschaft am Dienstag in Berlin mit. Demnach sei mit dem Verband Deutscher Musikschaffender (VDM), den Deutsche Diskotheken Unternehmern (DDU) sowie der Deutschen Disc-Jockey Organisation (DDO) ein Gesamtvertrag auf der Basis der neuen Veranstaltungstarife unterzeichnet worden. Die Verträge gelten ab dem 1. April 2013.

Doch eigentlich ist gar nichts passiert: Zwar gibt es eine Einigung mit den Kleinverbänden, die nach eigenen Angaben 10 000 Mitglieder (VDM), 300 Betriebe (DDU) beziehungsweise 300 DJs (DDO) vertreten. Doch der Vertrag mit ihnen ändert nichts daran, dass eine Einigung mit der maßgeblichen Bundesvereinigung der Musikveranstalter weiterhin aussteht. Mitglieder sind unter anderem der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sowie der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels. Hier läuft noch ein Schiedsverfahren vor dem Deutschen Marken- und Patentamt in München, die Verhandlung ist laut Gema für Mitte Dezember angesetzt. In dem Streit geht es darum, ob Clubs und Gaststätten mit dem neuen Tarifmodell der Gema künftig deutlich höhere Beträge an die Gesellschaft abführen müssen. Tsp/dpa

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