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Nach dem Terror von Paris : Eagles of Death Metal wohl Montag im Bataclan

Erst hieß es, die Band würde am Sonntag als Überraschungsgast bei U2 in Paris auftreten. Doch U2 dementierte. Dafür sollen die Eagles of Death Metal angeblich am Montag ein Konzert am Ort des Terrors geben.

Eagles of Death Metal. Jesse Hughes (l.) und Josh Homme im Juni bei einem Auftritt in Österreich.
Eagles of Death Metal. Jesse Hughes (l.) und Josh Homme im Juni bei einem Auftritt in Österreich.Foto: Herbert P. Oczeret/dpa

Die Eagles of Death Metal seien der Überraschungsgast beim U2-Konzert am Sonntag in Paris-Bercy. Das verkündete Günther Jauch am Abend im RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen", als es um den Terror in der französischen Hauptstadt ging. Und auch der Tagesspiegel hatte das gestern vermeldet. Quelle war das US-Musikmagazin "Billboard".

Doch am Sonntag folgte das Dementi. U2, die selbst Konzerte in Paris an den beiden Tagen nach den Anschlägen absagen mussten, teilten auf ihrer Website mit: "Einige Leute haben gesagt, dass Eagles of Death Metal mit uns heute Abend auftreten werden. Das stimmt nicht. Für heute haben wir einen anderen Überraschungsgast." Die Zeitung "Le Parisien" nannte den Namen Patti Smith.

Dafür berichtete AFP von einem anderen Comeback der amerikanischen Rocker in Paris. Unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen schrieb die Nachrichtenagentur, die Eagles of Death Metal würden am Montag ein Konzert in Paris geben - und zwar auf der Bühne des Bataclan, wo sie selbst einen der Anschläge vom 13. November miterleben mussten. Von der Band selbst gab es für das Konzert keine Bestätigung. "Billboard" hingegen spekulierte über einen Überraschungsauftritt beim zweiten U2-Konzert am Montag - denn dieses sei eben von den Iren nicht erwähnt worden.

Nach dem Anschlag hatten die Eagles of Death Metal ihre Europa-Tournee abgesagt. Sänger Jesse Hughes versprach später in einem Interview, nach Paris zurückzukehren: "Ich will die erste Band sein, die im Bataclan spielt, wenn es wieder öffnet", sagte er dem "Vice"-Magazin. "Unsere Freunde kamen dorthin, um Rock'n'Roll zu sehen und starben. Ich will wieder dorthin gehen und leben."

Beim Anschlag auf das "Bataclan" hatten islamistische Terroristen 90 Konzertbesucher erschossen. Bei der Terrorserie in der französischen Hauptstadt starben insgesamt 130 Menschen. (Tsp/AFP)

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