Nach der Berlinale : Welche Berlinale-Filme demnächst im Kino laufen

Film verpasst? Macht nichts! Nach dem Festival ist vor dem Kino. Viele Filme, die bei der Berlinale ihre nationalen oder internationalen Premieren feierten, haben bald auch ihren regulären Kinostart.

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Sprung auf die Leinwand. Gina Carano spielt in Steven Soderberghs „Haywire“ eine schlagkräftige Agentin. Ab 8. März im Kino.
Sprung auf die Leinwand. Gina Carano spielt in Steven Soderberghs „Haywire“ eine schlagkräftige Agentin. Ab 8. März im Kino.Foto: Concorde

Bereits angelaufen ist Extrem laut und unglaublich nah, Stephen Daldrys Verfilmung von Jonathan Safran Foers gleichnamigem 9/11-Roman mit Tom Hanks und Max von Sydow. Auch das teilweise in Berlin gedrehte Action-Spektakel Don – The King is back (Berlinale Special) mit Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan ist seit Donnerstag in den deutschen Kinos zu sehen. Gleich drei Filme aus der Special-Reihe folgen in der nächsten Woche: Angelina Jolies Bosnienkriegsdrama In the Land of Blood and Honey, Jason Reitmans Young Adult mit Charlize Theron in der Hauptrolle und Doris Dörries Glück, der auf einer Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach basiert.

Am 1. März geht es weiter mit Iron Lady von Phyllida Lloyd, mit Ehrenbären-Preisträgerin Meryl Streep als britischer Premierministerin Maggie Thatcher. Außerdem läuft König des Comics – Ralf König an, Rosa von Praunheims Dokumentation über Deutschlands bekanntesten schwulen Comiczeichner lief im Panorama. Das gilt auch auf für die trashige Lesbensex-Komödie Mommy is coming von Cheryl Dunn, die mit „Watermelon Woman“ 1996 den Teddy Award gewonnen hat. Ihr neuer, in Berlin gedrehter Film startet am 8. März.

Am gleichen Tag kommt auch Steven Soderberghs kurzweiliger Action-Thriller Haywire ins Kino. Darin spielt die Mixed-Martial-Arts-Meisterin Gina Carano eine Agentin auf einem blutigen Rachefeldzug. Zu den Männern, die sie stilvoll vermöbelt, gehört auch Michael Fassbender. Deutlich stiller, aber nicht weniger dramatisch geht es in Christian Petzolds Barbara zu, in dem die wunderbare Nina Hoss die Titelfigur verkörpert. Am 15. März kommt „A Turin Horse“ ins Kino – Béla Tarrs monumentaler Gewinner des Großen Preises der Jury aus dem letzten Jahr. Fans des Nazi-Trashfilms Iron Sky (Panorama) müssen sich nicht so lange gedulden: Am 5. April startet Timo Vuorensolas Komödie mit Udo Kier als Hitlernachfolger Wolfgang Kortzfleisch.

Auch alle drei Kostümfilme aus dem Wettbewerb haben bereits einen Starttermin: En Kongelig Affære wird unter dem Titel „Die Königin und der Leibarzt“ am 19. April starten, Bel Ami mit Robert Pattinson und Christina Ricci am 26. April und der Eröffnungsfilm Les adieux à la reine („Lebe wohl, meine Königin!“) beide am 24. Mai. Weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Verleih, aber noch ohne festen Termin sind Edwins Postcards from the Zoo, Hans-Christian Schmids Was bleibt und Michael Glasners Gnade (im Herbst).

Auch Metéora hat Chancen, auf die deutschen Leinwände zu kommen: Am letzten Berlinale-Tag liefen aussichtsreiche Verhandlungen über die griechische Kloster-Liebesgeschichte. Das Gleiche gilt für die schwarze Schwulen- Komödie Parada (Panorama) von Srdjan Dragojevik und die Fukushima-Dokumentation Nuclear Nation von Funahashi Atsushi, die im Forum lief. Weitere Berlinale-Dokus mit festem Starttermin sind Klaartje Quirijns’ Anton Corbijn Inside Out und Kevin Macdonalds Marley (17.5.). Auch wird Andreas Dresens Herr Wichmann aus der dritten Reihe ins Kino kommen. Im Winter stehen der Panorama-Film Die Wand (8.12.) mit Martina Gedeck und der Special-Beitrag I, Anna (22.11.) mit Charlotte Rampling auf dem Programm.

Aus der Perspektive Deutsches Kino werden Jan Speckenbachs Die Vermissten (Mai) und Marten Persiels This Ain’t California (August) in diesem Jahr starten – ebenso Man for a Day von Katarina Peters, Westerland von Tim Staffel, Karaman von Tamer Yigit und Branka Prlik sowie Marion Hütters Dichter und Kämpfer. Das Gleiche gilt für den Zeichentrickfilm Lotte und das Geheimnis der Mondsterne (Kplus) sowie Cornelia Grünbergs Langzeitdokumentation Vierzehn (14plus) über eine minderjährige Mutter.

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