Kultur : Nach der Wahl: Künstler sehen neue Chancen

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Im unklaren Ausgang der Bundestagswahl liegt nach Auffassung prominenter Künstler die Chance zu produktiven Lösungen. „Die Programme liegen näher beieinander als die Personen, also müssen sich die Personen danach richten“, sagt der Schriftsteller Martin Walser. Der Künstler Günther Uecker schlägt einen „Notkonsens“ und eine „Koalition der Fähigen“ vor. Der Maler Johannes Heisig betrachtet die Verwirrung auch „als einen produktiven Zustand“. Nach Worten des Regisseurs Christoph Schlingensief sind Regierung und Opposition verurteilt, „sich endlich zusammenzutun“. Allerdings habe Kanzler Schröder leider gleich „sein KingKong-Gehabe mit Generalston“ an den Tag gelegt. Der Aktionskünstler H. A. Schult sah in Schröder einen Kollegen: „Schröder ist ein Aktionskünstler, wie er am Zaun des Kanzleramts gerüttelt hat, weil er rein wollte und später wieder raus wollte.“ Günter Grass wünscht sich eine Ampel-Koalition unter Schröder. Er fordert dabei die FDP auf, sich wieder auf ihre liberale Substanz zu besinnen. Neuwahlen dagegen seien überhaupt keine Lösung. dpa

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