Kultur : Nach Island

Der Maler Bernd Koberling erhält den Thieler-Preis

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Der Maler Bernd Koberling wurde gestern mit dem „Fred Thieler Preis“ der Berlinischen Galerie ausgezeichnet. Koberling lehrt an der Universität der Künste Berlin. Sein vierzigjähriges Schaffen lässt sich als beharrliche Versuch kennzeichen, die Natur mit malerischen Mitteln zu vermessen. Jedes Jahr verbringt Koberling mehrere Monate im hohen Norden: zunächst im schwedischen Lappland, ab 1977 dann im isländischen Tal Lodmundarfjördur. Dort nähert er sich in wechselnde Perspektiven der Natur, von der Allansichtigkeit bis zur Mikroskopie („Klatschmohn“), mal das Werden, mal das Vergehen („Blumenskelette“) fokussierend. Die mimetische Darstellung verwandelt sich phasenweise in eine vom deutschen Informel beeinflusste Abstraktion. Koberlings gegenwärtiges Werk umfasst großflächige Acrylgemälde sowie im Freien geschaffene Aquarelle, die er als „Free-Jazz“ bezeichnet. Sie tragen Titel wie „Gesang des Steinesammlers“ und illustrieren isländische Literatur. Die Berlinische Galerie präsentiert diese Werke ab heute in einer Ausstellung (Alte Jakobstraße 124-128, bis 10. Mai). KR

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