Nach Lungenkrebs-Diagnose : Liedermacher Reinhard Lakomy ist tot

Der Sänger und Komponist Reinhard Lakomy ist im Alter von 67 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Er war einer der bekanntesten und vielseitigsten Musiker in der DDR - sein Werk „Der Traumzauberbaum" geht noch immer auf Tournee.

Liedermacher Lakomy ist tot.
Liedermacher Lakomy ist tot.Foto: dpa

Der Musiker Reinhard Lakomy („Der Traumzauberbaum“) ist tot. Der 67-Jährige starb am Samstag in seinem Berliner Haus, wie sein Management mitteilte. Der Sänger und Komponist hatte Lungenkrebs. Mehr als 40 Jahre habe Lakomy vor allem Kinder mit seiner Musik begeistert, teilte Manager Tom Wielgohs mit. Lakomy war einer der bekanntesten und vielseitigsten Musiker in der DDR. Sein bekanntestes Werk ist „Der Traumzauberbaum“. Lakomy hatte eine Chemotherapie und lebenserhaltende Maßnahmen abgelehnt.

„Rosenmontag teilten uns die Ärzte die Diagnose mit. Eine OP ist nicht mehr möglich“, sagte Lakomys Ehefrau, die Sängerin Monika Erhardt-Lakomy, der Nachrichtenagentur dpa Anfang März. Der 67-Jährige hatte zuerst der Zeitschrift „Super Illu“ von seiner Krebs-Erkrankung berichtet.

„ Er ist sehr gefasst und hat sich sofort daran gemacht, die Arrangements für seine Show umzuschreiben, damit auf der Bühne alles nahtlos ohne ihn weitergehen kann“, sagte seine Frau damals.

Lakomy begeisterte Jahrzehnte kleine und große Fans, komponierte auch Musicals, Ballett- und Filmmusik. Hunderttausende Kinder und Erwachsene liebten seine „Traumzauberbaum“-Revue. Schon mit vier Jahren bekam der gebürtige Magdeburger Klavierunterricht. Später studierte er an der Dresdner Musikhochschule. Der Durchbruch gelang ihm 1972 mit „Heute bin ich allein“.

Die „Traumzauberbaum“-Tournee des Reinhard-Lakomy-Ensembles, die bis November 2014 rund 60 Auftritte vorsah, soll weitergehen - egal was passiert. Das bestätigte Lakomys Manager Tom Wieglohs der dpa.

Der „Traumzauberbaum“ in der Show spricht trotzdem weiter mit Lakomys Stimme, die Texte hatte der Liedermacher nach der Diagnose noch schnell eingelesen. (dpa)

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