Kultur : Nach zehn Tagen im Ziel - Halbwegs gelungener Auftakt

vm

Vor dem Start der Messe hatte man sich viel vorgenommen - mit der neu zum Leben erweckten "Antiqua" sollte Berlin auch im Bereich Alter Kunst und Antiquitäten in der vorderen Liga mitspielen und als Messestandort wieder in den Fokus der internationalen Sammlerszene rücken. Jetzt kann man eine erste Bilanz ziehen und prüfen, ob sich die Anstrengungen tatsächlich gelohnt haben.

Zumindest Alexander Sandmeier, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Kunst- und Antiquitätenhändler, gibt sich mit dem Ergebnis der ersten "Antiqua" zufrieden. Das Ziel, dem Kunsthandelsplatz Berlin neue Impulse zu geben, habe man "im ersten Anlauf erreicht". Mit insgesamt 92 Kunst- und Antiquitätenhändlern und einem für manchen Geschmack vielleicht etwas zu breiten Spektrum europäischer wie asiatischer Kunst waren fast alle Sparten besetzt. Nachgefragt aus diesem weit gefächerten Angebot wurden nach Angabe der Messe vor allem Möbel, gefolgt von Gemälden, Schmuck, Porzellan, Silber, Glas und Uhren. Insbesondere Gemälde aus dem 19. Jahrhundert und der Klassischen Moderne waren begehrt. Großes Interesse konnte auch der Kunstsalon Franke aus München für seine Sonderausstellung mit Werken von Max Liebermann verbuchen. Immerhin die Hälfte der Besucher war mit konkreter Kaufabsicht gekommen. Achtzig Prozent der Aussteller meldete denn auch Verkäufe während der zehn Messetage. Mit 1, 3 Millionen Mark markiert der Erwerb einer Roentgen-Uhr durch eine Berliner Privatsammlung einen der spektakulärsten Verkäufe. Dennoch hätte der Start besser ausfallen können: Nach einer gut besuchten Vernissage und relativ gutem Publikumszuspruch am ersten Wochenende blieb die Gesamtzahl der Besucher mit knapp 7000 am Ende weit unter den Erwartungen der Aussteller.

0 Kommentare

Neuester Kommentar