NACHRICHT : NACHRICHT

Impresario Ioan Holender

rechnet mit Opernbetrieb ab



Schlecht strukturiert, zu teuer und publikumsfremd findet Ioan Holender, der scheidender Wiener Operndirektor, die Berliner Musiktheaterlandschaft. In einem Interview im Deutschlandfunk erklärte der Impresario, er wünsche sich eine Generalintendanz für alle drei Berliner Häuser. Das müsse allerdings „mit großen Reduzierungen im Orchester- und Chorbereich“ einhergehen. Kritik übte Holender auch an den Festspielen in Salzburg und Bayreuth: In Salzburg sei inzwischen alles, was vor und nach der Aufführung geschehe, wichtiger als die Vorstellung selbst, um Bayreuth werde ihm der „Zirkus“ auch zu groß. In Franken habe man aber wenigstens noch eine „klare Dramaturgie“. Holender hat die Wiener Staatsoper 19 Jahre geleitet, länger als alle seine Vorgänger. dpa

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