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Winter und Rauch – die Herbstauktionen bei Lehr

„Blühen zwischen Steinen“: So lyrisch der Titel von Fritz Winters abstrakter Landschaft, so zart die informellen Skripturen über himmelblauen Fonds. Mit seiner dunkel timbrierten Serie „Triebkräfte der Erde“ wurde der Mitbegründer der Gruppe „Zen 49“ ein Vorreiter deutscher Nachkriegsabstraktion. Die 1960 entstandene Leinwand mit der hellen und leichten Farbpalette bildet mit einem Schätzpreis von 40 000 Euro das Spitzenlos der diesjährigen Herbstauktion bei Irene Lehr (Sybelstr. 68). Bis zum 27. Oktober (täglich 12-19 Uhr) können die insgesamt 660 Katalognummern besichtigt werden, zu deren Highlights außerdem zwei Frühwerke von Neo Rauch gehören. Noch nicht ganz typisch, schälen sich Figuren und Formen allmählich aus dunkel-changierenden Grün- und Blautönen. Die Vorstufen zu jenen Bildern, mit denen der Protagonist der Neuen Leipziger Schule Weltruhm erlangte, sind auf je 25 000 Euro taxiert. Ein „Mädchen mit roter Kappe“, das Werner Tübke 1956 in Anlehnung an Velazquez malte, wird mit 20 000 Euro aufgerufen. (Versteigerung: 29. Oktober, ab 13 Uhr, Hotel Berlin Excelsior, Hardenbergstraße 14) mno

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