NACHRICHT : NACHRICHT

„John Carter“: Disney

rechnet mit hohem Verlust

Die Walt Disney Company hat sich mit ihrem Fantasyfilm „John Carter“ offenbar beträchtlich verkalkuliert: Einer Stellungnahme des Unternehmens zufolge rechnet man bei dem Spektakel über einen Soldaten aus dem US-Bürgerkrieg, den es auf den Mars verschlägt, mit rund 200 Millionen Dollar Verlust. In mehreren auch kleineren Ländern startete der Film unlängst zwar auf Platz 1, blieb aber dramatisch hinter den Gesamterwartungen zurück. Das Produktionsbudget wird auf 250 Millionen Dollar geschätzt, hinzu kommt der extrem hohe Aufwand für die Werbung. Das Kinoeinspiel dagegen erreichte bislang weltweit nur 184 Millionen Dollar, wobei ein Teil des Erlöses bei den Kinobetreibern bleibt.

Ob es zu einem Rekordflop kommt, ist allerdings fraglich. Geht es in der Branche um die schmerzhafteste Diskrepanz zwischen Erwartung und Ergebnis, wird aus jüngerer Zeit gerne das Beispiel von „Pluto Nash – Im Kampf gegen die Mondmafia“ (2002) angeführt. Dessen Herstellung kostete rund 100 Millionen Dollar, in den USA spielte er allerdings nur 4 Millionen Dollar ein. Dagegen hält sich „John Carter“ im für US-Erzeugnisse stets eher aufgeschlossenen deutschen Markt tapfer. Der Film steht, bei rund 400 000 Zuschauern insgesamt, derzeit in den Charts auf Platz drei. Tsp/AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar