NACHRICHT : NACHRICHT

Akademie der Künste: Klaus Staeck zum Austritt Rolf Hochhuths

Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste, hat Rolf Hochhuths Austritt aus der Akademie bedauert. Als Grund hatte Hochhuth eine „einseitige, zugunsten des Irans und der Palästinenser“ verlaufende interne Debatte über Günter Grass’ Israel-Gedicht genannt. Staeck teilte mit, bei der Diskussion der Sektion Literatur am Samstag mit dem NahostExperten Michael Lüders sei es in erster Linie um die „hochbrisante Sicherheitslage“ zwischen Israel und Iran gegangen. „Zweifel an den berechtigten Sicherheitsinteressen Israels wurden nicht geäußert.“ Während der sachlich geführten Diskussion kam es „zu erregten Reaktionen Rolf Hochhuths“ auf die Tatsache, „dass über dieses Thema überhaupt gesprochen wurde. Wir Deutschen, so Hochhuth, ,sollten das Maul halten’.“ Der Dramatiker sei nicht niedergeschrien worden, sondern man habe ihn gebeten, seinen Kollegen nicht ins Wort zu fallen. Staeck verwahrte sich dagegen, dass Akademie-Mitglieder von Hochhuth „als Antisemiten denunziert“ werden. Dessen literarische Lebensleistung und der Respekt vor seiner Person geböten es aber, auf die Umstände seines Abgangs nicht öffentlich einzugehen. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar