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Kulturpolitiker kritisieren Bauverzögerung an der Staatsoper

Nach der verschobenen Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden wächst die Kritik an den Bauplanern. „Es war von Anfang an klar, dass die Sanierung hochriskant ist. Offenbar ist nicht sorgfältig geplant worden“, sagte die kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus, Sabine Bangert. Es sei vor allem ärgerlich, dass der Senat Informationen immer nur „scheibchenweise“ bekannt geben würde. „Alle Fakten müssen jetzt auf den Tisch“, forderte sie. Ähnlich kritisch äußerten sich auch Intendant Jürgen Flimm und einige andere Politiker. Ursprünglich sollte die sanierte Oper am 3. Oktober 2014 eröffnet werden. Wegen eines überraschenden Fundes von Holzpfählen in 17 Meter Tiefe wurde der Termin am Freitag allerdings auf April 2015 verschoben. Nach Darstellung von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher bedarf es nach dem Fund einer weitgreifenden Neuplanung des Projekts. Ansonsten könnten das Eindringen von Grundwasser und die Absenkung benachbarter Häuser drohen. Die Grünen forderten den Senat auf, möglichst schnell die zu erwartenden Mehrkosten zu beziffern. „Millionenbeträge können wir im Haushalt nicht so einfach mal nachschießen“, sagte Bangert. Bislang lagen die Gesamtkosten für die Sanierung bei 239 Millionen Euro. dapd

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