NACHRICHT : NACHRICHT

Historiker Götz Aly mit

Ludwig-Börne-Preis geehrt

Der mit 20 000 Euro dotierte LudwigBörne-Preis 2012 ist am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche an den Historiker und Journalisten Götz Aly verliehen worden. Aly habe mit besonderer Unerschrockenheit auf die wirtschaftlichen und finanziellen Motive der deutschen Antisemiten aufmerksam gemacht, sagte der Preisrichter und „Zeit“-Feuilletonchef Jens Jessen in seiner Laudatio. Auch erinnere er mit seinem freien und glänzenden Stil, seinem Kampf gegen nationale Legenden und Vorurteile sowie seinem Plädoyer für Freiheit von Bevormundung an den Namensgeber des Preises, Ludwig Börne. „Der deutsche Antisemitismus äußerte sich in Reserviertheit, Angst und Missgunst“, sagte Götz Aly in seiner Dankesrede. Der 65-Jährige beschäftigte sich in seinem 2011 erschienenen Buch „Warum die Deutschen? Warum die Juden? – Gleichheit, Neid und Rassenhass“ mit der Sozialpolitik des Nationalsozialismus. Die meistdiskutierte Publikation des Historikers ist das 2005 veröffentlichte Buch „Hitlers Volksstaat“. dapd

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