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Michel Schwalbé ist tot



Der langjährige erste Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, Michel Schwalbé, ist am 9. Oktober kurz vor seinem 93. Geburtstag gestorben. Der 1919 im polnischen Radom geborene Musiker gehörte dem Orchester von 1957 bis 1985 an. „Musiker wie Kritiker schwärmten und schwärmen von den unvergesslichen Geigensoli des Ersten Konzertmeisters Herbert von Karajans“, heißt es in einer Mitteilung der Philharmoniker. Schwalbé hatte in Paris studiert, nahm eine Orchesterstelle in Lyon an, musste wegen der drohenden Deportation 1942 jedoch in die Schweiz flüchten. Dort war er unter anderem Konzertmeister des Orchestre de la Suisse Romande und des Schweizerischen Festspielorchesters, bis Karajan ihn nach Berlin holte. Schwalbé zögerte, sagte dann aber zu, als Zeichen der Aussöhnung mit Nachkriegsdeutschland. Bis zuletzt nahm er leidenschaftlich am philharmonischen Leben teil. Tsp

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