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Neuer Verband für Live-Clubs

sagt der Gema den Kampf an



Deutsche Live-Musik-Clubs haben erstmals einen eigenen Interessenverband: Die in Hamburg ansässige „LiveMusikKommission“ (LiveKomm) will vor allem gegen die Tarifreform der Verwertungsgesellschaft Gema kämpfen. „Wir fordern die Gema auf, sich mit den Tarifen an realistischen betriebswirtschaftlichen Zahlen von Kulturbetrieben wie Live-Clubs orientieren“, sagte Sprecher Olaf Möller am Mittwoch auf einer Pressekonferenz zur Gründung des Verbands. Die LiveKomm vertritt nach eigenen Angaben 288 Clubs in Deutschland.

Vorsitzender ist Karsten Schölermann. Er betreibt in Hamburg den Club „Knust“. Viele der Clubs, die die LiveKomm vertritt, sind in Hamburg und Berlin. Der Verband wird durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Derzeit liegt das Budget laut Schölermann im sechsstelligen Bereich. Sprecher Möller, der auch dem Aufsichtsrat der Berlin Music Commission angehört, sagte, die Kreativbranche beschäftige in Deutschland eine Million Menschen, das sei mehr als die Autoindustrie. Die Stadt Hamburg stellt der LiveKomm kostenlos Büroräume zur Verfügung. Vertreter der LiveKomm wollen im Dezember mit der Gema verhandeln.dapd

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