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Produzent und Präsident: Filmwelt trauert um Steffen Kuchenreuther

Steffen Kuchenreuther, langjähriger Präsident der Spitzenorganisation der Deutschen Filmwirtschaft (SPIO) ist tot. Er starb einen Tag nach dem Deutschen Filmball in München, den er selber 18 Mal organisiert hatte, im Alter von 65 Jahren an Lungenkrebs. Auch die Jubiläumsgala zum 40. Geburtstag des Filmballs hatte er noch mit vorbereitet. „Als Unternehmer, vielseitiger Filmtheaterbetreiber und Produzent sowie als Präsident des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater“ habe Kuchenreuther die deutsche Kinolandschaft nachhaltig geprägt, würdigte Kulturstaatsminister Neumann dessen Verdienste. Besonders habe er sich für die Belange des Mittelstands eingesetzt. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer betonte, der Kinomann habe „den Filmstandort Bayern und Deutschland auf heiter-gelassene Art geprägt, vorangebracht und mitgestaltet“. Berlinale-Chef Dieter Kosslick nannte Kuchenreuther einen Brückenbauer. Erst 2012 hatte Kuchenreuther, der mit seinem Bruder Thomas Filme von Herbert Achternbusch und Werner Schroeter produzierte und in München Kinoketten betrieb, den SPIO-Vorsitz nach 15 Jahren an X-Filme-Produzentin Manuela Stehr abgegeben. Als Dachorganisation von derzeit 17 Berufsverbänden vertritt die SPIO über 1100 Film-Firmen. chp (mit dpa)

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