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Iran protestiert gegen Berlinale-Preis – Panahi droht Strafe



Dem iranischen Filmemacher Jafar Panahi droht nach der Auszeichnung seines Films „Geschlossener Vorhang“ bei der Berlinale zu Hause Strafe. Nach Angaben der Teheraner Presse vom Dienstag hat das iranische Kultusministerium die Produktion des Films als „illegal“ bezeichnet und auch gegen Aufführung sowie Auszeichnung Protest eingelegt. Damit könnte es zu einem juristischen Nachspiel für Panahi kommen. Eine Sprecherin von Berlinale-Chef Dieter Kosslick erklärte dazu: „Wir würden es sehr bedauern, wenn die Vorführung von ,Pardé’ juristische Folgen für die Filmemacher hätte.“ Panahi hatte am Sonntag mit seinem Koregisseur Kamboziya Partovi den Silbernen Bären für das beste Drehbuch erhalten. Den Preis für den geheim gedrehten Film nahm Partovi entgegen, da Panahi das Land nicht verlassen darf. dpa

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