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Der Historiker

Ernst Klee ist tot

Wie der S. Fischer Verlag am Samstag mitteilte, starb der Historiker Ernst Klee nach langer schwerer Krankheit mit 71 Jahren in Frankfurt am Main. Jahrzehntelang kämpfte Klee als Forscher für die Aufarbeitung der NS-Zeit. Erstes Internationales Renommee erwarb Klee sich 1983 mit dem Buch „Euthanasie im NS-Staat. Die Vernichtung lebensunwerten Lebens“. 1997 erschien „Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer“, worin Klee die Rolle der Medizin in der Zeit untersucht hat. 2013 kam Klees letztes, von ihm noch autorisiertes Buch heraus: „Auschwitz – Täter, Gehilfen, Opfer. Ein Personenlexikon“. Klee erhielt unter anderem die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt, den Geschwister-Scholl-Preis und den Grimme-Preis. Weitere bekannte Werke von ihm sind das „Personenlexikon zum Dritten Reich“ und das „Kulturlexikon zum Dritten Reich“. dpa

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