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Literatursommer: Meyerhoff, Ruge und Pleschinski in den Buch-Charts

Es ist Hochsommer, und während in Berlin und Brandenburg die Schulferien zu Ende gehen, fangen sie andernorts, wie in Bayern und Baden-Württemberg, gerade an. Es ist also auch die hohe Zeit des Bücherlesens, weniger die des Bücherkaufens. Was sich wiederum in den Bestsellerlisten niederschlägt: So gibt es zwar auf den Plätzen eins bis drei der Belletristik-Charts von „Spiegel“ und „Buchreport“ wenig Bewegung, da rangieren mit Dan Brown, Kerstin Gier und Timur Vernes die üblichen Verdächtigen. Auf Platz sieben aber leuchtet schon der zweite Teil von Joachim Meyerhoffs Lebenssaga, „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war.“ Und dann geht es Schlag auf Schlag mit Büchern weiter, die sonst selten so weit vorn stehen: Eugen Ruges Erzählung „Cabo de Gata“ auf Platz 11 (klar, Buchpreisgewinner, aber dieses Buch ist eines der verfeinerteren Art), Hans Pleschinskis Mann-Roman „Königsallee“ auf Platz 17 (klar, Thomas Mann, aber trotzdem) und Peter Hennings Gladbecker-Geiseldrama-Variation „Ein deutscher Sommer“ auf Platz 20 (klar, Degowski, Rösner etc., aber ist das nicht lange her?). Weiter hinten folgen noch Peter Stamm und Eva Menasse – und so ist dieser Hochsommer auch einer, der einen in dem Glauben an die auch kommerzielle Durchsetzungskraft von literarischer Qualität durchaus bestärkt. Tsp

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