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Germanisten bleiben cool: Anglizismen keine Gefahr

Cooles Outfit, hippes Event oder langweiliges Meeting: Für viele ist die Verwendung englischer Begriffe ein Ärgernis. Muss es aber nicht sein, sagt der Vorsitzende des Deutschen Germanistenverbandes, Jörg Kilian. „Der Anglizismengebrauch muss die Menschen nicht besorgen, weil ihr Anteil am deutschen Wortschatz insgesamt relativ gering ist“, sagte er anlässlich des Deutschen Germanistentage in Kiel. Nur rund drei Prozent des deutschen Wortschatzes machten Anglizismen aus, und darin seien schon Worte wie Cord oder Keks enthalten. Nur in der Jugend- und in der Werbesprache gebe es auffällig viele Anglizismen. Jugendliche nutzten sie dazu, sich von den Erwachsenen abzugrenzen. „Firmen wählen mitunter Anglizismen, um ihren eigenen Unternehmen einen internationalen Anstrich zu geben, bedenken aber nicht immer, dass sie damit bestimmte Kunden gar nicht mehr erreichen.“ dpa

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