Kultur : NACHRICHT

Streit um Rückgabe von Picasso-Gemälden an jüdische Erben

Um die Rückgabe zweier Picasso-Gemälde an die Erben des Berliner Bankiers Paul von Mendelssohn-Bartholdy gibt es Streit. Die Erben fordern vom New Yorker MoMA und dem Guggenheim-Museum die Rückgabe der je rund 200 Millionen Dollar teuren Gemälde; es handelt sich dabei um eines der Hauptwerke des MoMA, „Junge mit Pferd“, und um „Die Mühle von La Galette“. Der Potsdamer Historiker Julius Schoeps, Sprecher der Erben und Großneffe des Bankiers, sagte: „Es geht um Gerechtigkeit. Die Erben vertreten die Ansicht, Paul von Mendelssohn-Bartholdy habe sich während der NS-Zeit „verfolgungsbedingt“ von den Gemälden trennen müssen. Die Museen lehnen die Forderungen jedoch ab und haben eine Klage gegen Schoeps angestrengt. Einem „Spiegel“-Bericht zufolge wollen sie gerichtlich feststellen lassen, dass sie die rechtmäßigen Eigentümer sind. Die Bilder gehörten zur umfangreichen Kunstsammlung des Bankiers MendelssohnBartholdy, der sie vor seinem Tod 1935 an den jüdischen Kunsthändler Justin K. Thannhauser verkaufen ließ. dpa

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