Kultur : NACHRICHT

Schlingensief spricht über seine Krebskrankheit und seine Pläne

Der krebskranke Regisseur Christoph Schlingensief will am Wiener Burgtheater einen neuen Text von Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek inszenieren, Premiere ist am 20. März. Dem „Spiegel“ sagte er, in dem Stück gehe es um die Eröffnung eines Festspielhauses für europäische Künstler in Afrika und „natürlich um Krankheit, um das kreisende Universum, in dem man doch drinbleibt, auch wenn man weg ist“. Zu seinem Gesundheitsszustand sagte er, er habe circa zehn Metastasen in dem Lungenflügel, der ihm nach der Operation geblieben sei. „Es ist so eine Scheiße mit dieser Krankheit.“ Er werde derzeit mit Tabletten behandelt und habe sich entschieden: „Umbringen kommt nicht in Frage.“ Das Interview schließt mit den Sätzen: „Ich habe noch lange nicht abgeschlossen. Ich bin noch nicht mit mir im Reinen. Ich lass mich jetzt noch nicht fallen. Ich habe noch Kämpfe!“ Wie zu hören ist, verhandelt Schlingensief außerdem mit Daniel Barenboim über eine Inszenierung zur Eröffnung des Schiller-Theaters als Interims-Quartier für die Berliner Staatsoper im Herbst 2010. Tsp

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