Kultur : NACHRICHT

Ponto-Tochter sieht sich

durch Urteil nicht geschlagen

Die Tochter des 1977 von der RAF ermordeten Bankiers Jürgen Ponto, Corinna Ponto, hält auch nach der juristischen Niederlage ihrer Mutter an der Kritik am Film „Der Baader Meinhof Komplex“ fest. Die Ermordung ihres Vaters werde in dem Film von Uli Edel derart falsch dargestellt, dass die „Grenze zur Demütigung“ überschritten sei, sagte sie dem Magazin „Focus“. Ihre Familie sehe sich durch das Urteil nicht geschlagen. „Wir haben gezeigt, dass dieser Film kein wirklicher Beitrag zur Aufklärung dieser Thematik sein kann“, sagte Ponto. Er sei vielmehr eine „Geschichtsgaunerei“. Die 28. Zivilkammer des Kölner Landgerichts hatte am Freitag Ignes Pontos Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Münchner Constantin Film abgewiesen. Sie hatte eine Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts und desjenigen ihres verstorbenen Mannes geltend gemacht. ddp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben