Kultur : NACHRICHT

-

Die umstrittene Ausstellung zur RAF findet nun doch statt. Ab 29. Januar wollen die Berliner KunstWerke eine Ausstellung mit dem Titel „Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF-Ausstellung“ zeigen. Die Kosten dafür sollen durch eine Ebay-Auktion eingespielt werden, die seit gestern bis zum 21. Dezember läuft. Künstler wie Carsten Höller, Marina Abramovic, Jake & Dinos Chapman, Doug Aitken, Andreas Gursky und Francis Alys haben für die bislang einmalige Aktion Werke mit Schätzwerten von 8000 bis 25000 Euro gestiftet. Insgesamt müssen für die Ausstellung zwischen 250000 und 300000 Euro aufgebracht werden, wie Klaus Biesenbach, Initiator des Projekts, in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sagte. Die heftige politische Diskussion im Sommer 2003 hatte dazu geführt, dass die private Kunstinstitution in Berlin-Mitte einen Antrag auf Förderung beim Hauptstadtkulturfonds zurückgezogen hat. Kuratiert wird die Ausstellung nun von Felix Ensslin und Ellen Blumenstein, die Schirmherrschaft hat der ehemalige Bundesinnenminister Gerhard Baum übernommen. Es sollen Werke von rund 50 Künstlern gezeigt werden, die sich mit der RAF-Geschichte beschäftigt haben, darunter Gerhard Richter, Joseph Beuys, Jörg Immendorff, Martin Kippenberger, Jonathan Meese, Sigmar Polke, Katharina Sieverding und Klaus Staeck. Die letzten Leihverhandlungen laufen gerade. Eine Wandzeitung soll als „Zeitleiste“ durch den „Deutschen Herbst“ 1977 führen. Klaus Biesenbach, der seit Oktober als Kurator für Medienkunst beim Museum of Modern Art in New York arbeitet, wird nicht als Kurator der Ausstellung fungieren. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben