Kultur : NACHRICHT

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Streit um Canaletto-Bild

Zwischen dem Bund und einem Erbe des jüdischen Kunstsammlers Max James Emden gibt es Streit um ein Gemälde Canalettos. Juan Carlos Emden fordert das Bild des Dresdner Zwingergrabens zurück, weil sein Großvater es 1938 wegen der NS-Verfolgung verkauft habe. Emden lebte seit 1929 in der Schweiz von Einkünften aus seinen Kaufhäusern, musste sich aber von seiner Kunstsammlung trennen, als die Nazis begannen, sein Vermögen zu konfiszieren. 1945 gelangten die Gemälde in die Hände der US-Streitkräfte und gingen später in den Besitz der Bundesrepublik über. Der Bund sieht keinen Zusammenhang zwischen Verkauf und Verfolgung. Emden sei ja bereits 1929 in die Schweiz gezogen, also vier Jahre vor Machtübernahme der Nazis.dpa

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