Kultur : NACHRICHT

Dresden scheitert im Brückenstreit erneut vor Gericht

Der Baustart für die umstrittene Waldschlößchenbrücke durch das Unesco-geschützte Dresdner Elbtal rückt näher. Die Stadt Dresden muss nach einem neuen Gerichtsbeschluss den Bau der umstrittenen Brücke in Auftrag geben. Nach Beschluss des Bautzener Oberverwaltungsgerichts muss die Stadt auf Weisung des Regierungspräsidiums Dresden den Auftrag für die Brücke vergeben. Das Gericht hat einen Antrag der Kommune abgewiesen, die sich gegen die getroffene Vergabeentscheidung für den Bau zur Wehr gesetzt hatte. Der Beschluss ist unanfechtbar. Bei der Stadt schwindet damit die letzte Hoffnung, den drohenden Verlust des Weltkulturerbetitels noch zu verhindern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kündigte an, sich nicht in den Streit einzuschalten. Die Brückenfrage sei eine „regionale Entscheidung“. Über einen Volksentscheid könne man nicht einfach hinweggehen. Am vergangenen Wochenende hatte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) zum wiederholten Mal damit gedroht, Fördermittel von Sachsen zurückzuverlangen, wenn die Brücke in der geplanten Form gebaut werde. ddp

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