NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Reich-Ranicki will keine Versöhnung mit Walser



Nach jahrzehntelanger gegenseitiger Abgeneigtheit will sich Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki nicht mit dem Schriftsteller Martin Walser versöhnen. Vor einiger Zeit habe Walser ihn in einem Brief um ein Gespräch gebeten, sagte Reich-Ranicki der „Bunten“. Aber, so Reich-Ranicki weiter: „Ich will das nicht. Ich habe mit ihm nichts zu tun. Schluss!“ Walser sagte auf die Frage, ob er sich eine Versöhnung vorstellen könne, Reich-Ranicki sei eine „Ikone der Liebenswürdigkeit“. Der Streit zwischen den beiden Literaturgrößen begann 1976, nachdem Reich-Ranicki den Walser-Roman „Jenseits der Liebe“ verrissen hatte. dpa

Musikindustrie verbucht Umsatzminus von 2,1 Prozent

Die deutsche Musikindustrie verbucht 2009 ein Umsatzminus von 2,1 Prozent. Der Umsatz ging von 1,842 Milliarden Euro 2008 auf 1,803 Milliarden Euro zurück, wie der Bundesverband Musikindustrie mitteilte. Erstmals flossen jedoch auch Einnahmen aus den neuen Geschäftsfeldern Merchandise, Künstlermanagement und Lizenzen in die Statistik ein. Die reinen Musikverkäufe gingen um 3,3 Prozent zurück: von 1,582 Milliarden auf 1,530 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Musikdownloads stieg allerdings kräftig an: um 34,6 Prozent auf 118,3 Millionen Euro. Dafür waren vor allem die Bundles genannten digitalen Alben verantwortlich, deren Absatz um 65 Prozent auf 7,6 Millionen Einheiten stieg. ddp

Konzert in Havanna zieht Hunderttausende an

Das puertoricanische Raggaeton-Duo Calle 13 hat in der kubanischen Hauptstadt Havanna eine riesige Menschenmenge begeistert. Zu dem Konzert am Küstenboulevard Malecón kamen bis zu eine halbe Million meist junge Menschen. Dem Duo war zuvor mehrfach von den US-Behörden die Reise nach Kuba verboten worden. Puerto Rico ist mit den USA assoziiert, die Kuba seit einem halben Jahrhundert mit einem Embargo belegt haben. dpa

Lorin Maazel wird Chefdirigent

der Münchner Philharmoniker

Ab Herbst 2012 wird Lorin Maazel Nachfolger von Christian Thielemann als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker. Das hat der Münchner Stadtrat am Mittwoch einstimmig beschlossen. Maazel wird bei Amtsantritt 82 Jahre alt sein. Er hat sich zunächst für drei Jahre verpflichtet. „Ich erachte diese Position als eines der repräsentativsten Ämter heute in der Welt der klassischen Musik“, sagte Maazel. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben