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Heinrich-Mann-Preis

für Michael Maar

Der Essayist und Literaturkritiker Michael Maar ist mit dem Heinrich-Mann-Preis der Berliner Akademie der Künste ausgezeichnet worden. Der 49-Jährige erhielt die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung am Sonntag in Berlin für seine literaturkritischen Veröffentlichungen, die sich häufig mit den Klassikern der Moderne auseinandersetzen. Maar sei der „Detektiv unter den Essayisten“, befand die Jury. „Er vermag Texte wiederzubeleben, die wir in oberflächlich-abschließender Bewunderung im Archiv abgelegt und nie mehr befragt hatten.“ Die Laudatio hielt die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharow. Der Jury gehörten Wolf Lepenies, Ursula März und Hanns Zischler an. Zischler war Preisträger des Jahres 2009. Michael Maar lebt seit 1997 als freier Autor in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter „Thomas Mann und die Schuld“, „Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte“ und „Proust Pharao“. dpa

Entdeckt: Der junge J. D. Salinger schrieb Brief an Ernest Hemingway

J. D. Salinger, der spätere Autor des Kultbuchs „Der Fänger im Roggen“, schrieb als noch unbekannter Literat einen Fanbrief an Ernest Hemingway. Nach Angaben der „New York Times“ hatte Salinger den Brief am 27. Juli 1946 aus einem Lazarett in Nürnberg geschrieben. Der 25-Jährige und der 20 Jahre ältere Hemingway hatten sich 1945 in Paris getroffen.  „Dear Poppa“ beginnt der Brief, den die John-F.-Kennedy-Bibliothek in Boston zeigen will. Salinger schreibt, dass ihre „Gespräche die einzigen hoffnungsvollen Minuten von dem Ganzen hier waren“. Außerdem fragt er Hemingway nach dessen nächster Geschichte und warnt ihn, sie Hollywood anzubieten. Salinger starb Ende Januar mit 91 Jahren. dpa

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