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Islamischer Reformdenker

Nasr Hamid Abu Zeid gestorben

Der ägyptische Linguistik-Professor Nasr Hamid Abu Zeid, einer der führenden islamischen Reformdenker, ist am Montag in Kairo gestorben. Der 67-Jährige hatte den Koran mit Methoden der kritischen Linguistik untersucht und sich dadurch den Zorn der Islamisten zugezogen, für die der Koran und jedes einzelne Wort darin als göttlich gilt. 1995 musste er aus Ägypten fliehen, weil er durch ein Gericht zur Scheidung von seiner Frau gezwungen wurde. Die Begründung: Ein vom Islam abgefallener Muslim könne nicht mit einer Muslimin verheiratet sein. Der Wissenschaftler lehrte anschließend an der niederländischen Universität Utrecht. Er starb bei einem Besuch in Kairo an einer Virusinfektion und soll am Montag in seinem Heimatdorf im Nildelta beerdigt worden sein. an

Unbekanntes Kirchner-Gemälde im Städel-Depot entdeckt

Das Frankfurter Städel hat in seinem Depot ein bislang unbekanntes Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner entdeckt. Bei den Vorbereitungen zur aktuellen Kirchner- Retrospektive war ein Kurator auf das Werk gestoßen, das bisher als Fälschung galt. Es wurde nun von Experten eindeutig Kirchner zugeschrieben. Die aus Kirchners Dresdner Zeit stammende Leinwand zeigt auf der Vorderseite eine „Szene im Wald (Moritzburger Teiche)“, auf der Rückseite einen „Akt im Atelier“. Die Bilder stammen vermutlich von 1910. dpa

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