NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Plagiatvorwurf gegen

Michel Houellebecq

Der französische Bestsellerautor Michel Houellebecq wird beschuldigt, aus dem Internet abgeschrieben zu haben. Passagen und Zitate aus seinem neuen Roman „La carte et le territoire“ sollen unter anderem von Wikipedia abgekupfert worden sein, ohne Quellenangabe. Das Online- Magazin „Slate.fr“ will dem Schriftsteller zumindest drei Passagen nachweisen können. Der Autor weist die Vorwürfe in einem Interview des „Nouvel Observateur“ als lächerlich zurück. Auch der Verleger, Flammarion, ist empört. Houellebecqs Verwendung von Internetseiten als literarisches Rohmaterial habe mit Plagiaten nichts zu tun, so der Verlag. Das Buch erscheint am 8. September, von der Presse wird es fast einstimmig gelobt. Es geht um einen Maler, der Houellebecq, einen „berühmten, ja weltberühmten Schriftsteller“, bittet, einen Text für seinen Katalog zu schreiben. dpa

Balzan-Preis für Hamburger

Theaterwissenschaftler Brauneck

Der Theaterwissenschaftler Manfred Brauneck, langjähriger Direktor des Zentrums für Theaterforschung an der Uni Hamburg, erhält den Preis der Internationalen Balzan-Stiftung für herausragende Wissenschaftler. Außerdem werden Carlo Ginzburg, italienischer Professor für Europäische Geschichte, der japanische Arzt und Stammzellenforscher Shinya Yamanaka sowie der brasilianische Mathematiker Jacob Palis geehrt. Jeder erhält eine Million Schweizer Franken (rund 770 000 Euro), die Hälfte des Geldes ist für Forschungsprojekte gedacht. Die Ehrungen werden abwechselnd in Bern und Rom vorgenommen. dpa

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