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Staatsoper: Schlingensiefs Mitarbeiter übernehmen die Regie

Nach dem Tod von Christoph Schlingensief engagiert die Berliner Staatsoper keinen neuen Regisseur für die Oper „Melanina – Über das Denken hinaus“. Die Proben für die Uraufführung des Werks von Jens Joneleit nach einem Text von René Podleschs am 3. Oktober im Ausweichquartier Schiller-Theater werden vom künstlerischen Team der Produktion gemeinsam mit dem Ensemble übernommen. Auf ähnliche Weise war im April 2008 an der Deutschen Oper Berlin die Aufführung der „Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna“ von Walter Braunfels zustande gekommen. Damals lag Schlingensief nach einer Operation im Krankenhaus, sein Team um den Dramaturgen Carl Hegemann stemmte die Inszenierung. Tsp

Cobra-Künstler Corneille

starb mit 88 Jahren

Er war der letzte lebende Vertreter der Künstlergruppe Cobra, die nach dem Krieg mit ihrer expressiven Malerei die Kunst in Europa prägte. Der Name der Gruppe leitete sich aus den Initialen der Wohnorte ihrer Mitglieder ab: Corneille, der eigentlich Cornelis Guillaume van Beverloo hieß, stieß aus Amsterdam dazu, Asger Jorn, Karel Appel und Alechinsky kamen aus Kopenhagen und Brüssel. Gemeinsam ist ihnen der spontane schnelle Pinselstrich, sie suchten nach den Quellen des Archaischen, ließen sich von den Bildern Geisteskranker und von Kindern inspirieren. So war auch Corneilles Bildwelt, seine heitere Palette vom kindlichen Gestus geprägt. Er starb am Sonntag in Paris mit 88 Jahren. Tsp

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