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Erika Fischer-Lichte erhält

den Berliner Wissenschaftspreis



Die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte von der Freien Universität Berlin wird mit dem Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin ausgezeichnet. Fischer-Lichte gehöre „zu den einflussreichsten Theaterwissenschaftlerinnen Europa“, heißt es in einer Würdigung der Senatskanzlei. Der Berliner Wissenschaftspreis wird seit 2008 verliehen und ist mit 40 000 Euro dotiert. Das Preisgeld geht an das Institut der Preisträgerin – zweckgebunden für die Forschung. Fischer-Lichte, deren Arbeitsschwerpunkte die Ästhetik des Theaters und die Europäische Theatergeschichte sind, hat nicht nur mit zahlreichen Büchern ihr Fach maßgeblich beeinflusst, sondern auch viele wissenschaftliche Großprojekte wie den Sonderforschungsbereich „Kulturen des Performativen“ oder das Forschungskolleg „Verflechtungen von Theaterkulturen“ auf die Beine gestellt. Den mit 10 000 Euro dotierten Nachwuchspreis des Regierenden Bürgermeisters erhält die Experimentalpsychologin Marianne Maertens von der Technischen Universität Berlin. Beide Preise werden am 10. Januar bei der Abschlussveranstaltung zum Berliner Wissenschaftsjahr 2010 im Martin-Gropius-Bau überreicht. tiw

Polnisches Nationalmuseum

schließt aus Finanznot

Vom kommenden Dienstag an werden alle ständigen Ausstellungen des Nationalmuseums in Warschau für Einzelbesucher geschlossen, um Personalkosten zu sparen. Lediglich die Chopin-Sonderschau, die bis Mitte November läuft, kann besucht werden. Dem Museum droht 2010 ein Finanzloch von vier Millionen Zloty. Direktor Piotr Piotrowski tritt zum Monatsende zurück. dpa

Filmfestival Abu Dhabi

setzt Signal gegen Zensur

Zur Eröffnung des 4. Abu Dhabi Filmfestivals wurde am Donnerstag der Kurzfilm „Das Akkordeon“ des iranischen Regisseurs Jafar Panahi gezeigt, der sein Land derzeit nicht verlassen darf, nachdem er wegen angeblicher regimefeindlicher Umtriebe im Frühjahr für zwei Monate in Haft gesessen hatte. Die Veranstalter erklärten, sie hätten den Film bewusst ausgewählt, „um zu zeigen, dass die Meinungsfreiheit für uns in Abu Dhabi einen hohen Stellenwert hat“. Die Vereinigten Arabischen Emirate und der Iran sind Nachbarländer. Das Staraufgebot aus Hollywood fiel bei der Eröffnung geringer aus als in früheren Jahren. Über den Roten Teppich schritten unter anderem Adrien Brody und Clive Owen. dpa

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