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Nach Wenders’ Absage: „Ring“-Regisseur dringend gesucht

Mit seinem Rückzug von der „Ring“-Inszenierung 2013 stürzt Filmregisseur Wim Wenders die Bayreuther Festspielchefinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier in Verlegenheit. Eines steht fest: Katharina Wagner selbst wird nicht einspringen. „Die Festspielleiterinnen können kein Ass aus dem Ärmel ziehen“, räumt Festspielsprecher Peter Emmerich ein. Der Name von Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck kursierte schon öfters für Bayreuth. Wahrscheinlicher erscheint aber der Opernregisseur Christof Loy, der kürzlich ein für 2013 geplantes „Ring“-Projekt in der Schweiz abgesagt hat. Auch Hans Neuenfels, Regisseur der aktuellen Bayreuther „Lohengrin“-Inszenierung, hatte sich interessiert gezeigt. dpa

Deutsches Symphonie-Orchester:

Die Pläne für 2011/12

Tugan Sokhiev, der designierte Chefdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters ab Herbst 2012, wird in der kommenden Saison drei Mal mit den Berliner Musikern arbeiten. Mit je einem französischen, einem russischen sowie einem englisch geprägten Programm will er dabei seine stilistische Vielseitigkeit beweisen. Für Gastauftritte kehren die ehemaligen DSO-Chefs Kent Nagano, Ingo Metzmacher und Vladimir Ashkenazy zurück. Das Saisonmotto lautet diesmal „Grenzwege“ und bietet unter anderem einen von Hans Graf geleiteten Abend mit konzertanten Opern von Puccini und Hindemith. Insgesamt sind 55 Konzerte in Berlin geplant, 33 auf Tournee.F. H.

Trauer nach Mord an

Theatermacher Juliano Mer Khamis

Nach dem Mord an dem Leiter des Friedenstheaters in der Palästinenserstadt Jenin haben am Mittwoch sowohl Israelis als auch Palästinenser Abschied von Juliano Mer Khamis genommen. Der 53-Jährige war am Dienstag von einem Unbekannten direkt vor seinem Theater im Westjordanland mit fünf Schüssen getötet worden. Der politisch aktive Theatermacher war Sohn einer israelischen Jüdin und eines christlichen Palästinensers. Seine finnische Witwe Jenny ist zur Zeit mit Zwillingen hochschwanger. Mer Khamis’ Sarg wurde zunächst im Al-Midan-Theater im israelischen Haifa aufgebahrt, danach fuhr der Trauerzug zum Grenzübergang zum Westjordanland, damit sich auch palästinensische Freunde verabschieden können. Der Hintergrund der Tat ist weiter unklar. Ein Sprecher der Sicherheitskräfte sagte, es gebe mehrere Verdächtige, die allerdings noch befragt würden. dpa

Rattle: Salzburger Osterfestspiele

sind „ökonomischer Unsinn“

Aus Sicht des Stardirigenten Simon Rattle sind die Osterfestspiele in Salzburg „ökonomischer Unsinn“. „Dieses Finanzmodell ist nicht realistisch. Wir müssen jedes Jahr einen Opernbetrieb vom Start weg aufbauen, sogar den Chor müssen wir importieren“, sagte der Chef der Berliner Philharmoniker und künstlerische Leiter der Salzburger Osterfestspiele dem österreichischen Magazin „News“. Heute würde man so ein Festival nicht mehr gründen. Die Osterfestspiele wurden 1967 von Herbert von Karajan ins Leben gerufen und arbeiten seitdem mit den Berliner Philharmonikern zusammen. Das zehntägige Festival bietet Konzerte und eine Opernproduktion. Beginn ist in diesem Jahr am 16. April mit der Premiere der Richard-Strauss-Oper „Salome“. Die musikalische Leitung hat Rattle, Regisseur ist der Norweger Stefan Herheim. dpa

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