NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Sammlung Jägers: Ermittlungen gegen Auktionshaus Lempertz

Die Ermittlungen im Fälschungsskandal um die angebliche Sammlung Jägers stehen vor dem Abschluss. Drei Verdächtige seien weiter in Untersuchungshaft, erklärt der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld. Seit 1995 soll das Trio 47 gefälschte Werke vor allem des Expressionismus über Auktionshäuser und Galerien in den Markt geschleust haben. Für gut die Hälfte der Bilder sind die Vorwürfe inzwischen verjährt. Daneben werde gegen den Inhaber des Kölner Auktionshauses Lempertz, Henrik Hanstein, ermittelt, so Feld. Die Ermittlungen stünden in Zusammenhang mit einem Schadensersatzprozess. Über Lempertz war 2006 das vermeintliche Gemälde von Heinrich Campendonk „Rotes Bild mit Pferden“ zu einem Rekordpreis von rund 2,4 Millionen Euro versteigert worden. Die Käuferin hat nun Strafanzeige gegen Hanstein gestellt. dpa

New York: Höchstpreise und Tiefen

bei den Contemporary-Auktionen

„Sixteen Jackies“ von Andy Warhol hat während der Frühjahrsauktion von Sotheby’s in New York für 20,4 Mio. Dollar (14,2 Mio. Euro) den Besitzer gewechselt. Die Gemälde erreichte damit nur knapp den von den Experten erwarteten Mindestpreis. Auch die Porzellanskulptur „Pink Panther“ von Jeff Koons – eine barbusige blonde Frau mit dem rosaroten Panther im Arm – blieb mit 16,8 Mio. Dollar hinter den Erwartungen. Die beiden Warhol-Bilder „Shadow - Red“ und „Round Jackie“ brachten mit 4,8 und 3,7 Mio. Dollar mehr ein als geschätzt. Insgesamt versteigerte Sotheby's Werke im Wert von 128 Mio. Dollar. Bei Christie’s brachte ein Warhol-Selbstporträt 38,4 Mio. Dollar (rund 27 Mio. Euro). Nach Angaben des Auktionshauses war dies der höchste Preis, der je für ein Selbstporträt des Pop-Art-Künstlers gezahlt wurde. Der Schätzpreis für das Bild, das den Künstler mit Sonnenbrille zeigt, hatte bei 20-30 Mio. Dollar gelegen. afp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben