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Nach Auktion: Streit um Mengele-Tagebücher



Die Tagebücher des KZ-Arztes Josef Mengele müssen nach Ansicht der jüdischen Anti-Defamation League (ADL) für Forscher zugänglich gemacht werden. Wer die Tagebücher kaufe, dürfe damit keine „krankhaften Perversionen befriedigen oder das absolute Böse verherrlichen“, erklärte ADL-Direktor Abraham Foxman in New York. Fast 3 400 handgeschriebene Seiten des „Todesengels von Auschwitz“ waren vor zwei Wochen in den USA von einem Unbekannten für umgerechnet 170 000 Euro ersteigert worden. „Mengeles Aufzeichnungen gehören in ein wissenschaftliches Institut oder eine historische Sammlung, wo sie Forschern zugänglich gemacht werden können, die diesen kranken und bösen Geist besser verstehen wollen“, sagte Foxman. Zuvor hatten zahlreiche Historiker und Überlebende den Verkauf der zwischen 1960 und 1975 in Paraguay und Brasilien entstandenen Notizen kritisiert. Verkäufer und Käufer blieben anonym. KNA

Hitchcock-Entdeckung

aus der Kino-Frühzeit

In Neuseeland ist ein verschollen geglaubter Film entdeckt worden, an dem Alfred Hitchcock mitgearbeitet hat. Der Vorsitzende des amerikanischen Filmkritikerverbandes, David Sterritt, sprach von einer einmaligen Entdeckung. „White Shadow“ ist ein Stummfilm aus dem Jahr 1923. Hitchcock (1899-1980) war damals 24 Jahre alt und als Assistent an der Produktion beteiligt. Die Filmrollen lagen jahrzehntelang in einem Safe.dpa

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