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Geschwister-Scholl-Preis für

chinesischen Schriftsteller Liao Yiwu

Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu erhält den mit 10 000 Euro dotierten Geschwister-Scholl-Preis 2011. Der 53-jährige Autor, der seit Juni in Deutschland lebt, wird für sein Buch „Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen“ ausgezeichnet, wegen dem er selbst im Gefängnis saß. Die Jury würdigte den „großen Künstler und mutigen Chronisten“ und seinen „literarischen Kampf für die Wiederherstellung der Menschenwürde“. Liao Yiwu gebe mit seiner starken, „mal illusionslosen, mal bildreichen Sprache, allen Erniedrigten Chinas eine Stimme“. Preisverleihung ist am 14. November im Rahmen des Münchner Literaturfests, die Laudatio hält Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller. dapd

Mehr Konzert, weniger Theater: Bühnenbilanz 2009/10

Die deutschsprachigen Theater und Orchester müssen weiter sparen, so die Bilanz des Deutschen Bühnenvereins für 2009/2010. Den subventionierten Häusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz standen 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Dabei stiegen die Kosten mehr als die Zuschüsse; die Differenz wurde durch gesteigerte Einnahmen (rund 484 Millionen Euro) aufgefangen. Mit 31,5 Millionen kamen 400 000 Besucher mehr als im Vorjahr, obwohl sich die Zahl der Vorstellungen um knapp ein Prozent auf 64 900 verringerte. Allerdings mussten die Bühnen einen Besucherrückgang um 2,7 Prozent auf 18,8 Millionen hinnehmen, die Konzerte konnten ihre Zahlen dagegen steigern. Die Zahl der Beschäftigten ist mit 38 800 konstant. dapd

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