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„Ich habe keine Angst“: Ai Weiwei weist Zahlungsaufforderung zurück



Der chinesische Künstler Ai Weiwei weigert sich, eine Strafe wegen angeblicher Steuerhinterziehung zu zahlen. Chinas Behörden fordern rund 1,7 Millionen Euro von ihm. Der Regimekritiker glaubt, dass die Forderung eine Reaktion auf einen kritischen „Newsweek“-Essay ist, in dem er die Verletzung von Bürgerrechten in China kritisiert. Auch hätten die Behörden bislang keine Beweise für sein angebliches Delikt geliefert. Da Ai die Summe nicht in der Frist von zwei Wochen aufbringen kann (er will das Haus seiner Mutter als Pfand angeben), könnte seine Frau Lu als gesetzliche Vertreterin seiner Firma inhaftiert werden. Ai war Ende Juni nach 91 Tagen Haft freigelassen worden und darf sich nicht öffentlich äußern. Dazu sagte er: „Gewöhnliche Menschen könnten dies nicht ertragen. Aber sie zielen auf mich ab, und ich bin noch immer bereit, diesen Weg mit ihnen zu gehen, denn ich habe keine Angst vor ihnen.“ rtr

Diskussion über Hans Haackes

Kunstprojekt „Der Bevölkerung“

Vor elf Jahren wurde Hans Haackes Kunstprojekt „Der Bevölkerung“ im Innenhof des Reichstags installiert: Abgeordnete konnten Erde aus ihrem Wahlkreis in den Bodentrog einbringen. Die Bundeszentrale für Politische Bildung und die Neue Nationalgalerie laden am 8.11. (18.30 Uhr) im Hamburger Bahnhof zur erneuten Diskussion, mit Haacke, Monika Griefahn und Hans-Christian Ströbele. Tsp

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