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Vorerst kein Prozess

um Hamburger Elbphilharmonie



Der Streit um die Hamburger Elbphilharmonie wird vorerst nicht vor Gericht ausgetragen. In der Auseinandersetzung um Bauzeitverlängerung und Kostenexplosion einigten sich die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief darauf, eine außergerichtliche Lösung zu finden. Weiterhin sind aber viele Fragen offen. „Sie sind sich einig, dass sie sich nicht einig sind“, sagte ein Gerichtssprecher im Anschluss an das Verfahren vor dem Landgericht. Mit ihrer Klage wollte die Stadt feststellen lassen, dass Hochtief keinen Anspruch auf eine Bauzeitverlängerung hat, um im Anschluss eine Entschädigung zu fordern. „Ich bin zufrieden, dass Hochtief nicht allein der Stadt die Schuld in die Schuhe schiebt für die Verzögerungen“, sagte der Chef der städtischen Realisierungsgesellschaft (Rege), Heribert Leutner. Anders äußerte sich der Baukonzern: „Die Rege sagt, wir hätten einen Großteil zu vertreten. Wir behalten uns vor, das anders zu sehen“, sagte Hochtief-Sprecher Bernd Pütter. Ursprünglich sollte das Konzerthaus 2010 eröffnet werden. Vor einigen Monaten hatte Hochtief dann den April 2014 als Übergabetermin genannt. Möglicherweise kann aber auch das nicht eingehalten werden. Nach diversen Terminverzögerungen hat die Stadt die aktuelle Bauzeitverlängerung mit 14 Monaten beziffert, drei davon nimmt sie wegen Planungsänderungen auf ihre Kappe. dpa

Lesung aus Texten von Ai Weiwei

im Martin-Gropius-Bau

Verschiedene Autoren wollen am Freitag, den 2. Dezember um 19 Uhr im Berliner Martin-Gropius-Bau aus dem Blog des verfolgten chinesischen Künstlers Ai Weiwei lesen. Im Gropius-Bau läuft derzeit eine Ausstellung mit Fotografien von Ai Weiwei aus seiner Zeit in New York von 1983 bis 1993. Der Künstler wäre selbst gerne nach Berlin gekommen, steht aber unter Hausarrest. Die Behörden werfen ihm Steuerhinterziehung vor. Aus Weiweis Blog, der unter dem Titel „Macht euch keine Illusionen über mich. Der verbotene Blog“ auch bei Galiani Berlin erschienen ist, werden die Schriftsteller Alain Claude Sulzer und Eva Menasse lesen. Angefragt sind außerdem Michael Kumpfmüller und Katja Lange-Müller. Tsp

Schriftsteller und Historiker

S. Fischer-Fabian gestorben

Der Schriftsteller und Historiker S. Fischer-Fabian ist tot. Der 89-Jährige, der mit bürgerlichem Namen Siegfried Fischer hieß, starb am Starnberger See. Fischer-Fabian schrieb rund 50 Bücher und Romane. Sein Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm mit dem historischen Sachbuch „Die ersten Deutschen“, das 1975 erschien. dapd

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