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Neue Chefs für Filmfestspiele

und Architekturbiennale in Venedig



Die Filmfestspiele Venedig bekommen einen neuen, alten Direktor: Der Italiener Alberto Barbera, Direktor des Nationalen Kinomuseums in Turin, löst Marco Müller ab, der das Festival seit 2004 mit großem Erfolg leitete. Bei den letzten Filmfestspielen im September hatten viele Filmschaffende sich dafür stark gemacht, dass er seinen Vertrag verlängert; auch gab es Spekulationen über Auseinandersetzungen mit seinem Dienstherrn, der Stadt Venedig, und über einen möglichen Wechsel zum Konkurrenz-Festival in Rom. Müller möchte jedoch wieder in seinem früheren Beruf als Produzent tätig sein. Für den renommierten Barbera ist es eine Rückkehr zum ältesten Filmfest der Welt: Er leitete das Festival bereits von 1998 bis 2002. Sein neuer Vertrag läuft vier Jahre. An die Spitze der Architekturbiennale wechselt der britische Architekt David Chipperfield als Nachfolger der Japanerin Kazuyo Sejima.dpa/Tsp

Jazz-Saxofonist Sam Rivers

mit 88 Jahren gestorben

Der amerikanische Jazz-Saxofonist Sam Rivers ist im Alter von 88 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Rivers wurde in Oklahoma in einer Familie von Musikern geboren, kam in den fünfziger Jahren zum Bebop und gehörte bald zu den Größen des Free Jazz in den USA. Der Saxofonist trat zusammen mit Legenden wie Billie Holiday und Miles Davis auf, bei dessen Live-Album „Miles in Tokyo“ er 1964 mitspielte. Beim Plattenlabel Blue Note brachte er anschließend mehrere eigene Alben heraus, wobei er unter anderem mit dem Bassisten Dave Holland und dem Schlagzeuger Tony Williams spielte. In den siebziger Jahren eröffnete Rivers mit seiner Frau Bea in ihrem Loft in New York das Studio Rivbea, das über Jahre zum Treffpunkt für Jazzmusiker und Fans der Avantgardeszene wurde. In den Achtzigern spielte er lange mit Dizzy Gillespies United Nations Band, bevor er sich in Orlando niederließ, wo er eine eigene Formation gründete. AFP



Malerin Helen Frankenthaler

mit 83 Jahren gestorben

Die amerikanische Malerin Helen Frankenthaler ist am Dienstag mit 83 Jahren in Connecticut gestorben. Sie gehört zur zweiten Generation des Abstrakten Expressionismus und war von 1958 bis 1971 mit dem Künstler Robert Motherwell verheiratet. Das „goldene Paar“ gab in New York glamouröse Partys. Frankenthaler wurde inspiriert von Pollock und de Kooning, sie wirkte ihrerseits prägend auf die Farbfeldmalerei von Kenneth Noland und Morris Louis. Auf dem Bild „Berge und See“ (1952) wandte die Tochter einer deutschen Migrantin und eines New Yorker Richters erstmals eine Technik an, deren Effekt an Tuschezeichnungen erinnert. Auch mit Lithografien und Radierungen machte sie von sich reden. AFP/dpa

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