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Botschafter Griechenlands

begrüßt Grass-Gedicht



Das Griechenland-Poem von Günter Grass macht nach Einschätzung des griechischen Botschafters in Deutschland Hoffnung. „Dieses Gedicht ist eine wichtige Antwort auf viele ungerechte Kommentare, die in letzter Zeit zu Griechenland und den Griechen geäußert worden sind“, sagte Dimitrios Rallis. Das griechische Volk mache gerade eine sehr schwierige Zeit durch. Grass’ Gedicht fördere zudem die europäische Idee, sagte Rallis in Berlin. In „Europas Schande“ kritisiert der 84-jährige Literaturnobelpreisträger die aus seiner Sicht missratene Griechenland-Politik Europas. Das am Pfingstsamstag im Feuilleton der „Süddeutschen Zeitung“ präsentierte Gedicht hatte bislang kaum nennenswerte Reaktionen zum Inhalt hervorgerufen. Im Internet löste ein nicht ernst gemeinter Text der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ Diskussionen aus. Darin wurde ironisch behauptet, ein Satiremagazin habe das Grass-Gedicht verfasst und in der „SZ“ platziert. Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag, Gunther Krichbaum, sagte auf Deutschlandradio Kultur: „Insgesamt sollte man Günter Grass nicht mehr ganz so ernst nehmen.“ Die Kritik gehe „an der Wirklichkeit völlig vorbei“, so der CDU-Politiker. Grass selbst wollte sich zu seinem Gedicht nicht weiter äußern. dpa/dapd

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