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Fall Beltracchi: Auktionshaus

soll Schadenersatz leisten

Im Fall des gefälschten Gemäldes „Rotes Bild mit Pferden“ hat das Landgericht Köln das Auktionshaus Lempertz zur Zahlung von Schadenersatz an den Käufer verurteilt. Lempertz hatte das Bild als verschollen geglaubtes Werk des rheinischen Expressionisten Heinrich Campendonk versteigert. Tatsächlich stammte es vom Fälscher Wolfgang Beltracchi und kostete das maltesische Unternehmen Trasteco 2006 den Rekordpreis von 2,9 Millionen Euro. Das Gericht warf dem Auktionshaus in seinem Urteil nun „Fahrlässigkeit“ bei der Prüfung vor, weil zum Zeitpunkt der Auktion keine schriftliche Expertise vorlag. Lempertz will gegen das Urteil, das Folgen für den gesamten Kunstmarkt hat, in Berufung gehen. dpa

Moskau–Berlin: Russische

Galerie eröffnet Dependance

Noch bis zum 20. Oktober ist die Ausstellung „Russischunterricht“ in den neuen Räumen der Galerie pop/off/art in Charlottenburg (Mommsenstraße 35, Di–Fr 10–19 Uhr, Sa 10–14 Uhr) zu sehen. Die Galerie wurde 2004 in Moskau gegründet und will sich mit der Berliner Dependance auf dem internationalen Kunstmarkt etablieren. Zur Premiere werden zwölf große Bilder von Grigori Maiofis gezeigt, dessen Arbeit demnächst auch in Moskau und Santa Barbara zu sehen sind. Der russische Künstler inszeniert und fotografiert surreale Szenen in seinem Atelier. Anschließend wischt er die obere Schicht der Bilder ab, um die kaum noch sichtbaren Konturen mit Pinsel und Bromöl erneut herauszuarbeiten. cmx

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