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Auf nach Brasilien!

Brasilien, das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2013, wird mit rund 80 Autorinnen und Autoren präsent sein. Auch die Leipziger Buchmesse, die „lit.Cologne“ und das Internationale Literaturfestival Berlin werden Schwerpunkte auf die brasilianische Literatur legen. Hinzu kommen Ausstellungen, darunter eine Schau zum deutschsprachigen Exil in Brasilien von 1933 bis 1945 sowie ein

Galakonzert des Sinfonieorchesters São Paulo. Buchmesse-Direktor Jürgen Boos erinnerte an die vielfältigen Verbindungen zwischen Brasilien und Deutschland: Schon Goethe habe eine brasilianische Hängematte besessen und das junge Land auf der anderen Seite des

Atlantiks als Sehnsuchtsort betrachtet.

Im Vorfeld der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Spiele 1016 in Rio wolle man dem Rest der Welt den kulturellen Reichtum das Landes bekannt machen, so der Direktor des Organisationskomitees, Galeno Amorim. Im Zentrum der Anstrengungen steht ein Programm zur Übersetzung brasilianischer Literatur. 142 Förderzusagen sind seit Mitte 2011 erteilt worden, über 20 davon an deutsche Verlage und Übersetzer. Die

Gesamtsumme der brasilianischen

Literaturförderung bis 2020 beträgt 35 Millionen US-Dollar. KNA

Doch ein Preis für Herrndorf

Beim Deutschen Buchpreis ging Wolfgang Herrndorf leer aus, nun wird er für seinen bereits mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichneten Roman „Sand“ vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft geehrt. Dessen Literaturpreis ist mit 20 000 Euro dotiert; Verleihung ist Mitte Oktober in Nürnberg. Der Übersetzerpreis geht an Waltraud Hüsmert, der Dramatikerpreis an Wolfram Lotz, der Musikpreis an die Geigerin Marie-Claudine Papadopoulos, der Architekturpreis an die Studentinnen Weijie Weng, Mengjing Wang und Linfei Zang. Es handelt sich um je 10 000 Euro. dpa

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