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Günter Grass wehrt sich

gegen Antisemitismus-Vorwürfe

Günter Grass hat seine Kritik an Israel erneuert. „Israel ist eine Atommacht außerhalb jeder Kontrolle. Sämtliche Resolutionen von Seiten der Uno werden missachtet“, sagt der Schriftsteller in der Radiosendung „Wickerts Bücher“, die NDR Kultur am heutigen Sonntag ausstrahlt. „Israel ist eine Besatzungsmacht und betreibt seit Jahren Landraub, vertreibt Menschen, sieht sie als Menschen zweiter Klasse an. Da sind rassistische Momente in Israel, das Land hat sich in der Beziehung zum Unguten verändert. Das betrübt mich“, so Grass. In seinem im Frühjahr veröffentlichten Gedicht „Was gesagt werden muss“ behauptet der Nobelpreisträger, Israel bedrohe den Weltfrieden. Grass wehrt sich gegen den Vorwurf des Antisemitismus. „Ich finde, das Beste, was man als Freund Israels – des Staates Israel und der Menschen dort, und ich sehe mich als ein Freund Israels – diesem Land angedeihen lassen kann, ist, es zu kritisieren. Die verweigerte Kritik, so eine kritiklose, quasi philosemitische Haltung, ist für mich eine neue Form von Antisemitismus.“ dpa

Gemälde von Gerhard Richter für 26,4 Millionen Euro versteigert

Ein Bild von Gerhard Richter aus dem Besitz von Eric Clapton hat bei einer Auktion in London eine Rekordmarke geknackt. Richters „Abstraktes Bild“ erzielte im Auktionshaus Sotheby’s 21,3 Millionen Pfund (26,4 Millionen Euro). Mehr wurde noch nie bei einer Auktion für ein Bild von Richter gezahlt. Es sei sogar einer der höchsten Preise, der je für ein Bild eines noch lebenden Künstlers bei einer Auktion erzielt wurde. Das Gemälde von 1994 war auf 9 bis 12 Millionen Pfund geschätzt worden. dpa

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